17 christliche Feiertage: Biblischer Hintergrund · Bedeutung

Nahaufnahme von Tautropfen auf Löwenzahnsamen vor einem weichen, türkisfarbenen Hintergrund, die einen verträumten Effekt erzeugen.

Christliche Feiertage begleiten uns durch das ganze Jahr. Sie bilden kleine Oasen der Besinnung und Ruhe im stressigen Alltag von Beruf, Schule oder Studium. Doch was bedeuten diese Feiertage eigentlich? Wann sind sie entstanden und was genau wird da gefeiert?

Manche christlichen Feiertage gehen auf bestimmte biblische Ereignisse zurück, an die jährlich gedacht wird, andere sind im Laufe der Kirchengeschichte erfunden und eingesetzt worden. Interessant ist: Keiner der christlichen Feiertage ist Pflicht – zumindest, wenn man in der Bibel nachliest. Feiertage bilden einfach eine Möglichkeit, sich an bestimmte Ereignisse zu erinnern oder bestimmte Themen zu vertiefen.

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Heilige Drei Könige / Epiphanias

Termin 6. Jänner
Begriff „Epiphanias“ leitet sich vom griechischen „epiphaneia“ (Erscheinung) ab und bezieht sich auf die Erscheinung des Herrn Jesus Christus. Das Fest heißt bei Katholiken auch „Erscheinung des Herrn“.
Andere Bezeichnungen dieses Tages gehen auf die heiligen drei Könige zurück, z. B. „Heilige drei Könige“, „Dreikönigsfest“, „Dreikönigstag“ u. Ä.
Der Tag wird in manchen Regionen auch „Großneujahr“, „Hohes Neujahr“, „Hochneujahr“, „Obsterster“ oder „Weihnachtszwölfer“ genannt. Einige dieser Bezeichnungen weisen darauf hin, dass man früher das Weihnachtsfest länger gefeiert hat, nämlich bis einschließlich 6. Januar.
Biblischer Hintergrund Nach der Geburt von Jesus in Bethlehem kommen Weise aus dem Morgenland, um ihn zu verehren und ihm Geschenke zu bringen. Sie erkundigen sich bei König Herodes nach dem neugeborenen König der Juden, dessen Stern sie gesehen haben. Die Bibel berichtet diese Begebenheit in Matthäus 2,1-12.
Es ist bei diesen Männern allerdings weder die Rede davon, dass es drei sind, noch dass sie Könige sind. Auch der genaue Termin ihres Besuches ist unbekannt.
Ursprung In der ägyptischen, griechischen und römischen Antike gab es Anfang Januar Epiphanie-Feste zu Ehren bestimmter Gottheiten oder im Zusammenhang mit dem Kaiserkult.
Das christliche Epiphaniefest entstand ca. im 2. Jahrhundert und überlagerte ab ca. dem 4. Jahrhundert diese heidnischen Feierlichkeiten.
Bedeutung Etliche Christen feiern hier die menschliche Gegenwart Gottes in der Person Jesu Christi. Es wird an Ereignisse im Zusammenhang mit der Geburt und Kindheit Jesu bis zu seiner Taufe im Jordan und seinem ersten Wunder bei der Hochzeit von Kana gedacht.
Feiertag Gesetzlicher Feiertag in Österreich sowie in Teilen Deutschlands und der Schweiz.
Mehr darüber Die Heiligen drei Könige: Wahrheit oder Legende?

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Karfreitag

Termin Freitag nach dem ersten Vollmond im Frühling, frühestens 20. März, spätestens 23. April.
Begriff Althochdeutsch „kara“ „Klage, Kummer, Trauer, auch stiller Freitag oder hoher Freitag genannt.
Biblischer Hintergrund Festnahme und Kreuzigung Jesu am Freitag zur Zeit des jüdischen Passahfestes. Die Bibel berichtet darüber an folgenden Stellen: Matthäus 27; Markus 15; Lukas 23; Johannes 19.
Ursprung Ostern ist das älteste Fest der Christenheit. Sein Ursprung liegt im jüdischen Passahfest, das Jesus mit seinen Jüngern feierte. Karfreitag als Kreuzigungstag ist Teil des Osterfestes. Christen haben schon sehr früh damit begonnen, dieser Ereignisse jährlich zu gedenken.
Bedeutung Jesus stirbt stellvertretend für uns am Kreuz. Er hat nichts getan, was seinen Tod rechtfertigt, denn er hat als einziger Mensch jemals ohne Sünde gelebt. Trotzdem schlägt ihm Hass und Verachtung der Menschen entgegen. Er erleidet am Kreuz die völlige Gottverlassenheit, jene Folge, die eigentlich wir durch unsere Abkehr von Gott hätten erleiden müssen.
Es findet nun ein Tausch statt. Das sündlose Leben von Jesus wird allen zugerechnet, die an ihn glauben und ihm ihr Leben anvertrauen.
Durch Jesus bezahlt Gott selbst den Preis für unsere Erlösung und erwirbt damit das Recht, uns ewig leben zu lassen. Wir dürfen wieder so vor Gott stehen, als hätten wir nie gesündigt.
In der Theologie wird das „Rechtfertigung“ genannt. Wir werden vor Gott gerecht gesprochen durch das, was am Karfreitag geschah.
Feiertag Gesetzlicher Feiertag in Deutschland und Teilen der Schweiz.
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Ostersonntag

Termin Erster Sonntag nach dem ersten Vollmond im Frühling, frühestens 22. März, spätestens 25. April.
Begriff Ursprung des Begriffs ist nicht endgültig geklärt. In vielen Sprachen gibt es einen Zusammenhang zum Wort Passah vom jüdischen Passahfest.
Biblischer Hintergrund Auferstehung Jesu Christi am Sonntag nach dem jüdischen Passahfest. An diesem Tag wurde von Juden die Erstlingsgabe der Ernte gegeben. Christus wird auch als der „Erstling“ bezeichnet (1. Korinther 15,23).
Die Bibel beschreibt die Auferstehung an folgenden Stellen: Matthäus 28; Markus 16; Lukas 24; Johannes 20-21.
Ursprung Ostern ist das älteste Fest der Christenheit. Christen haben schon sehr früh damit begonnen, jährlich der Auferstehung Jesu zu gedenken.
Bedeutung Die Auferstehung Jesu Christi zeigt, dass sein Tod am Kreuz nicht umsonst geschah, sondern dass dadurch der Sieg über die finsteren Mächte errungen wurde. Jesus erlitt am Kreuz den ewigen Tod, der die Folge der Sünde ist, und von dem man normalerweise nicht wieder aufersteht. Durch seinen Tod am Kreuz hat er nicht nur den Preis für die Erlösung der Menschheit bezahlt, sondern zugleich auch die Sünde und den Tod selbst besiegt. So konnte ihn das Grab auch nicht mehr festhalten.
Die Auferstehung besiegelt den Sieg Gottes über das Böse. Sie ist zugleich die Garantie dafür, dass alle, die sich im Glauben auf Jesus Christus berufen, auch vom Tod auferstehen dürfen, wenn Jesus wiederkommt.
Feiertag Gesetzlicher Feiertag in Österreich, Deutschland und der Schweiz.
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Ostermontag

Termin Schließt sich an den Ostersonntag an, erster Montag nach dem ersten Vollmond im Frühling, frühestens 23. März, spätestens 26. April.
Feiertag Gesetzlicher Feiertag in Österreich, Deutschland und in Teilen der Schweiz.

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Christi Himmelfahrt

Termin 39 Tage nach dem Ostersonntag, also am 40. Tag nach Ostern, immer an einem Donnerstag, frühestens am 30. April, spätestens am 3. Juni.
Begriff Das Fest „Christi Himmelfahrt“ wird in der Schweiz auch „Auffahrt“ genannt. Beides ist von der Wortbedeutung her auch heute noch gut verständlich.
Biblischer Hintergrund Jesus fuhr am 40. Tag nach seiner Auferstehung in den Himmel auf. Dies wird an folgenden Stellen der Bibel beschrieben: Lukas 24,50-53; Apostelgeschichte 1,1-11.
Ursprung Christi Himmelfahrt wird seit dem 4. Jahrhundert als eigenständiges Fest gefeiert.
Bedeutung Jesus verbrachte nach seiner Auferstehung noch fast 40 Tage mit seinen Nachfolgern. Im Anschluss daran ist er in den Himmel aufgefahren. Dieses Ereignis markiert den Beginn einer neuen Phase des Wirkens Jesu für die Menschheit.
Die Bibel bezeichnet Jesus jetzt als Hohepriester im Himmel, der für uns eintritt und sein Opfer am Kreuz für unsere Erlösung geltend macht (Hebräer 8,1.2). Mit seiner Auffahrt in den Himmel hat er das himmlische Heiligtum eingeweiht.
Während Jesus sich als Mensch erniedrigte und freiwillig auf seine göttliche Macht verzichtete, ist er jetzt wieder zu seiner ihm gebührenden Größe erhöht und nimmt die Anbetung des ganzen Himmels entgegen.
Feiertag Gesetzlicher Feiertag in Österreich, Deutschland und der Schweiz.
Mehr darüber Was sagt die Bibel über Christi Himmelfahrt?

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Pfingstsonntag

Termin 49 Tage nach dem Ostersonntag, also am 50. Tag nach Ostern, immer an einem Sonntag, frühstens am 10. Mai, spätestens am 13. Juni.
Begriff Der Begriff stammt vom griechischen „pentekoste“ ab, was so viel wie „fünzigster Tag“ bedeutet.
Biblischer Hintergrund Der Heilige Geist wird auf die Anhänger Jesu ausgegossen und sie erhalten die übernatürliche Fähigkeit, in anderen Sprachen zu predigen sowie besondere Vollmacht in ihrer Verkündigung. Die Bibel berichtet in Apostelgeschichte 2 über das erste Pfingsten.
Pfingsten geht auch auf das jüdische Wochenfest (Schawuot) zurück, ein Erntedankfest, an dem man zugleich des Empfangs der Zehn Gebote gedachte.
Ursprung Es gab bereits im 2. Jahrhundert eine fünzigtägige Festzeit nach Ostern. Dass am Ende ein Fest zum Gedenken an Pfingsten gefeiert wird, setzte sich um ca. 400 durch.
Bedeutung Jesus hatte seinen Nachfolgern versprochen, dass sie nach seiner Himmelfahrt mit besonderer Kraft aus der Höhe ausgestattet werden würden. 10 Tage später kam es zu Pfingsten zur Ausgießung des Heiligen Geistes.
Der Heilige Geist ist uns als „Tröster“ und Stellvertreter Jesu gesandt. Durch ihn ist Jesus gegenwärtig. Der Geist lehrt und leitet Menschen, er macht sie auf Gott aufmerksam.
Durch den Geist wird uns das Gesetz Gottes ins Herz geschrieben. Menschen verändern sich durch das Wirken des Geistes charakterlich (Galater 5,22.23). Außerdem verteilt er auch besondere Gaben und Fähigkeiten, die für die Erfüllung des göttlichen Auftrags wichtig sind (1. Korinther 12,4-11).
Feiertag Gesetzlicher Feiertag in Österreich, Deutschland und der Schweiz.
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Pfingstmontag

Termin Fortsetzung des Pfingstfestes nach Pfingstsonntag, der für den 50. Tag nach Ostern festgesetzt wurde. Pfingstmontag ist frühstens am 11. Mai, spätestens am 14. Juni.
Feiertag Gesetzlicher Feiertag in Österreich, Deutschland und in Teilen der Schweiz.

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Fronleichnam

Termin Am 60. Tag nach Ostern, am Donnerstag nach dem ersten Sonntag nach Pfingsten, frühestens am 21. Mai, spätestens am 24. Juni.
Begriff Der Begriff kommt vom mittelhochdeutschen „vrône lîcham“, was so viel wie „des Herrn Leib“ bedeutet. Das Fest wird teilweise auch Sollemnitas Sanctissimi Corporis et Sanguinis Christi („Hochfest des Leibes und Blutes Christi“) genannt.
Biblischer Hintergrund Jesus feierte mit seinen Jüngern das erste Abendmahl, eine Tradition, die sich unter den Christen fortsetzte. Eine mystische Verwandlung der Hostie und ein Sakrament des Abendmahls ist allerdings nicht biblisch begründet.
Ursprung Das Fest wurde im Jahr 1247 zum ersten Mal gefeiert. 1264 wurde es von Papst Urban IV. für die gesamte katholische Kirche eingesetzt.
Bedeutung Im Fronleichnamsfest feiern Katholiken die Gegenwart Christi im Sakrament der Eucharistie (Abendmahl). Nach katholischem Glauben wandelt sich die Hostie in den Leib Christi, der dann im Messopfer dargebracht wird.
Die geweihte Hostie wird zu Fronleichnam in einer Monstranz (Gefäß zum Ausstellen der Hostie) in einer feierlichen Prozession herumgetragen.
Feiertag Gesetzlicher Feiertag in Österreich sowie in Teilen Deutschlands und der Schweiz.
Mehr darüber Was feiert man zu Fronleichnam?

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Mariä Himmelfahrt

Termin 15. August.
Begriff Das Fest wird teilweise auch „Mariä Aufnahme in den Himmel“ oder „Hochfest der leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel“ genannt.
Biblischer Hintergrund Die Bibel berichtet nicht über eine Himmelfahrt von Maria.
Ursprung Das Fest wurde im 5. Jahrhundert von Bischof Kyrill von Alexandrien eingeführt. 1950 wurde das Dogma der leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel offiziell Teil der katholischen Lehre.
Bedeutung Katholiken glauben, dass Maria nach ihrem Tod als Ersterlöste und Gottesmutter mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen wurde. Dieses Ereignis wird am 15. August gefeiert.
Feiertag Gesetzlicher Feiertag in Österreich sowie in Teilen Deutschlands und der Schweiz.
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Erntedank

Termin Wird häufig am ersten Sonntag im Oktober begangen.
Begriff Erntedank wird teilweise auch Erntefest genannt.
Biblischer Hintergrund Im religiösen Kalender Israels gab es zwei Erntedankfeste: das Wochenfest zum Beginn der Ernte und das Laubhüttenfest zum Ende. Im Neuen Testament ist keine Erwähnung von Erntedankfeiern der Christen zu finden.
Ursprung Erntedankfeiern sind seit dem 3. Jahrhundert im Christentum belegt, aber es hat sie wahrscheinlich auch vorher schon gegeben.
Bedeutung Der Ertrag der Landwirtschaft und unsere Nahrungsmittel sind ein Segen und Geschenk Gottes. Zu Erntedank bedanken sich Christen bei Gott für seine Güte und nehmen diese Dinge nicht für selbstverständlich.
Oft werden zu Erntedank Lebensmittel ausgestellt und später an Bedürftige gespendet.
Feiertag Kein gesetzlicher Feiertag.
Mehr darüber Sollen Christen Erntedank feiern?

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Allerheiligen

Termin 1. November
Begriff Der Begriff leitet sich von „allen Heiligen“ ab.
Biblischer Hintergrund Keiner. In der Bibel werden alle Gläubigen als Heilige bezeichnet, auch wenn sie noch fehlerhafte Menschen sind. Außerdem kann ausdrücklich nur Gott verehrt und angerufen werden, keine Heiligen oder Verstorbenen.
Ursprung Allerheiligenfeste gibt es seit dem 4. Jahrhundert, allerdings wurde es erst unter Papst Gregor III. (8. Jahrhundert) auf den 1. November gelegt.
Bedeutung Aufgrund der zu groß gewordenen Zahl an Heiligen, denen Tage gewidmet waren, wurde ein Sammel-Feiertag eingerichtet, an dem man „aller Heiligen“ gedenkt. Katholiken rufen hier auch Heilige an, von denen sie sich Fürsprache und Hilfe erwarten.
Feiertag Gesetzlicher Feiertag in Österreich sowie in Teilen Deutschlands und der Schweiz.
Mehr darüber Warum feiert man Allerheiligen?

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Allerseelen

Termin 2. November
Begriff Der Begriff leitet sich von „allen Seelen“ ab.
Biblischer Hintergrund Die Bibel betont, dass die Verstorbenen „schlafen“ und erst bei Jesu Wiederkunft eine allgemeine Auferstehung der Gläubigen stattfindet. Die Lehre eines reinigenden Fegefeuers, in dem einige Seelen angeblich Qualen leiden, ist ebenfalls nicht biblisch belegt.
Ursprung 998 von Odilo von Cluny eingeführt, vorerst nur für mit Cluny verbundene Klöster, später setzte er sich in der ganzen katholischen Kirche durch und wurde auch mit dem Glauben an das Leiden im Fegefeuer verbunden.
Bedeutung Katholiken gedenken hier der Verstorbenen. Es geht bei diesem Fest aber auch darum, Seelen, die im Fegefeuer leiden, zu unterstützen, indem Messen gefeiert oder Ablässe erworben werden.
Feiertag In Österreich zwar kein gesetzlicher Feiertag, aber schulfrei.
Mehr darüber Allerseelen: Totenkult im christlichen Gewand?
Hat der Mensch eine unsterbliche Seele?

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Advent

Termin 4 Sonntage vor Weihnachten, der Beginn liegt zwischen 27. November und 3. Dezember, der vierte Advent liegt zwischen 18. und 24. Dezember.
Begriff Leitet sich vom lateinischen „adventus“ ab (auch „adventus Domini“) und bedeutet so viel wie „Ankunft (des Herrn)“.
Biblischer Hintergrund Das Feiern einer Adventszeit oder von Weihnachten ist in der Bibel weder berichtet oder vorgeschrieben.
Das Alte Testament zeugt aber davon, dass gläubige Juden auf einen Messias warteten, der in Bethlehem geboren werden würde. Im Neuen Testament ist wieder eine Advents-Hoffnung zu erkennen, weil die Gläubigen auf das Zweite Kommen Jesu warten.
Ursprung Eine Adventszeit vier Wochen vor Weihnachten geht auf das 7. Jahrhundert zurück. Papst Gregor der Große legte fest, dass es vier Adventssonntage geben soll. Eine mehrwöchige Fastenzeit vor Weihnachten als Vorbereitung gab es aber wohl auch vorher schon, evtl. ab dem 4. Jahrhundert.
Bedeutung Die Adventszeit soll dazu dienen, sich auf das Weihnachtsfest vorzubereiten, das nach dem 4. Adventssonntag stattfindet. Wie die Menschen in der Zeit vor Jesu Geburt auf seine Ankunft warteten, warten die Gläubigen auf das Weihnachtsfest.
Feiertag Keine gesetzlichen Feiertage.

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Mariä Empfängnis

Termin 8. Dezember.
Begriff Der volle Name dieses Festes heißt: „Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria“.
Biblischer Hintergrund Die Bibel spricht nicht darüber, wer Marias Eltern sind und unter welchen Bedingungen sie gezeugt und geboren wurde.
Maria wird in der Bibel als treue Gläubige dargestellt, aber nicht als sündlos oder göttlich. Es gibt auch keinen Grund dafür anzunehmen, dass sie in den Himmel aufgefahren ist oder zur Erlösung von Menschen beitragen kann.
Ursprung 1477 führte Papst Sixtus IV. das Hochfest in Rom ein, 1708 wurde das Fest als „Mariä Empfängnis“ durch Papst Clemens XI. für die ganze katholische Kirche vorgeschrieben.
Bedeutung Das Fest Mariä Empfängnis hängt eng mit dem Dogma der Unbefleckten Empfängnis zusammen, das 1854 verkündet wurde, aber auch mit der katholischen Erbsündenlehre.
Es geht darum, dass Maria angeblich in einem sündlosen Zustand geboren wäre und danach auch ein Leben ohne Sünde gelebt hätte. Dies ist die Voraussetzung für den katholischen Glauben daran, dass sie in den Himmel aufgefahren sei und dort als Himmelskönigin eingesetzt wurde. Sie wird auch als Miterlöserin betrachtet, an die man sich im Gebet wenden kann.
Feiertag Gesetzlicher Feiertag in Österreich sowie in Teilen der Schweiz.
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Heiligabend

Termin 24. Dezember.
Begriff Es geht um den Vorabend von Weihnachten (1. Weihnachtsfeiertag), er wird auch Heiliger Abend genannt.
Feiertag Kein gesetzlicher Feiertag.

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1. Weihnachtsfeiertag

Termin 25. Dezember.
Begriff Der Begriff leitet sich aus dem Mittelhochdeutschen („wîhe naht“) ab und ist ab dem 12. Jahrhundert nachweisbar. Er bedeutet so viel wie „heilige“ oder „geweihte Nacht“.
Biblischer Hintergrund Jesus Christus ist in Bethlehem geboren. Die Bibel berichtet darüber in Matthäus 1 und Lukas 2. Allerdings sind die genaue Jahreszeit und das Datum unbekannt. Auch eine jährliche Feier dieses Ereignisses ist nicht vorgeschrieben oder belegt.
Ursprung Der 25. Dezember ist seit 336 als kirchlicher Feiertag in Rom belegt. Der Ursprung ist aber nicht ganz geklärt, da es verschiedene Hypothesen gibt.
Bedeutung Zu Weihnachten gedenkt man an die Geburt von Jesus Christus in Bethlehem. Dieses Ereignis ist deshalb so wichtig, weil Gott in der Bibel als eine Einheit von drei Personen dargestellt wird – Vater, Sohn und Heiliger Geist. In der Person Jesus Christus wird Gott Mensch. Man bezeichnet Jesus daher auch als Sohn Gottes.
Jesus verzichtet auf seine göttlichen Vorrechte und wird freiwillig Mensch wie wir. Er lebt als unser Vorbild und leidet stellvertretend für uns am Kreuz.
Sein irdisches Leben befähigt ihn auf besondere Weise, mit den Menschen in ihren Versuchungen und ihrem Leiden mitzuempfinden. Außerdem machte er es sich zur Aufgabe, das Wesen des unsichtbaren Gottes (Gott Vater) so darzustellen, dass Menschen es besser verstehen können.
Feiertag Gesetzlicher Feiertag in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
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2. Weihnachtsfeiertag / Stefanitag / Stephanstag

Termin 26. Dezember.
Begriff Der 26. Dezember wird auch als Stefanitag oder Stephanstag etc. bezeichnet, was auf den Märtyrer Stephanus zurückgeht.
Biblischer Hintergrund Zweiter Weihnachtsfeiertag: siehe Eintrag zu Weihnachten und 25. Dezember.
Stefanitag/Stephanstag: Der christliche Märtyrer Stephanus wird aufgrund seines Bekenntnisses zu Jesus, dem Auferstandenen gesteinigt (Apostelgeschichte 7). Auch hier ist aber kein jährliches Gedenken biblisch vorgeschrieben.
Ursprung Zweiter Weihnachtsfeiertag: siehe Eintrag zu Weihnachten und 25. Dezember.
Stefanitag/Stephanstag: Die Feier dieses Tages ist ab dem 4. Jahrhundert bezeugt und verbreitete sich bis zum 7. Jahrhundert in der Ost- und Westkirche.
Bedeutung Zweiter Weihnachtsfeiertag: siehe Eintrag zu Weihnachten und 25. Dezember.
Stefanitag/Stephanstag: Stephanus war der erste christliche Märtyrer. Er starb, weil er sich zu Jesus bekannte. An diesem Tag gedenken viele Christen daran, dass auch heute noch Menschen wegen ihres Glaubens verfolgt werden.
Feiertag Gesetzlicher Feiertag in Österreich (Stefanitag), Deutschland (Zweiter Weihnachtsfeiertag) und in Teilen der Schweiz (Stephanstag oder Zweiter Weihnachtsfeiertag).

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