Wie kann das Evangelium eine frohe Botschaft sein, wenn es vom Gericht spricht?

Warum greift Gott nicht ein?

Menschen fordern immer wieder, dass Gott eingreifen müsse, um die Bösen zu bestrafen. Weil er das nicht sofort tut, stellen sie seine Liebe in Frage. Wenn er aber in der Bibel ankündigt, dass er am Ende der Welt Gericht halten wird, stellen sie seine Liebe auch in Frage. Man kann es uns Menschen anscheinend nie recht machen.

Gerechtigkeit und Liebe

Laut Bibel ist Gott beides: Gerechtigkeit und Liebe. Jede Sünde müsste eigentlich die Todesstrafe nach sich ziehen (Römer 6,23). Doch Gott zieht uns nicht sofort zur Rechenschaft, wenn wir jemanden verletzen oder böse handeln. Er möchte, dass wir zur Einsicht kommen, unsere Tat bereuen und uns ändern. Gott lässt Gnade vor Recht ergehen, um uns zu retten.

Zur Rechenschaft zieht er uns Menschen erst am Ende der Welt. Bis dahin bietet er an, uns die Schuld abzunehmen, weil er selbst dafür gebüßt hat. So steht Jesus – unser Schöpfer – für seine Geschöpfe persönlich gerade, wenn sie dies wollen und annehmen.

Zwei Seiten des Evangeliums und des Gerichts

Gute Nachricht

Das Evangelium ist für alle eine frohe Botschaft, die Gottes Geschenk der Erlösung und des ewigen Lebens annehmen.

Wenn das Gericht kommt, tritt Jesus als Fürsprecher und „Anwalt“ für die Gläubigen auf, sodass sie freigesprochen werden (1. Johannes 2,1.2). Gleichzeitig stellt das Gericht sicher, dass es das Böse nie wieder geben wird und wir auf einer neuen Erde ohne Sünde und Hass leben dürfen. Auf diese Weise ist das Gericht ein Teil der guten Nachricht.

Lediglich für diejenigen, die Gottes Angebot ablehnen und sich bewusst gegen ihn stellen, ist das Gericht eine schlechte Nachricht. Sie werden das ewige Leben nicht empfangen und müssen die Konsequenzen ihres Verhaltens tragen, ohne dass Jesus als Vermittler für sie eintritt.

Schrei nach Gerechtigkeit

Auf dieser Welt geschehen täglich unzählige Gräueltaten. Menschen fügen einander schreckliches Leid zu. Sie töten, foltern, vergewaltigen, verleumden und betrügen einander. Irdische Gerichte ziehen manche Täter zur Rechenschaft, aber vieles bleibt auch ungesühnt und ungesehen. Der Böse kommt scheinbar davon. Oft geht es den Gottlosen gut und den Guten schlecht. Das sind jene Situationen, in denen wir uns an Gott wenden und Gerechtigkeit ersehnen (Habakuk 2,1.2; Matthäus 5,6).

Gott sorgt für Gerechtigkeit und Heilung

Das Gericht ist für alle eine gute Botschaft, die nach Gerechtigkeit rufen. Denn dieses Gericht ist nicht gegen sie, sondern für sie. Man hat sie verachtet und erniedrigt, bis sie jede Selbstachtung verloren haben. Man hat ihnen den Glauben oder sogar ihr Menschsein abgesprochen. Man hat sie benutzt und weggeworfen. Man hat ihre Unbeschwertheit und Lebensfreude zerstört, bis sie nicht einmal mehr glaubten, dass Gott sie liebt. Gericht und Gerechtigkeit bedeuten für sie nicht einfach nur Genugtuung, sondern auch Heilung ihrer verletzten Gefühle, sodass sie ihre dunkle Welt hinter sich lassen können. Gott macht ihr Leben wieder „richtig“ und spricht sie gerecht. Auch das ist Gericht.

Fazit

Für diejenigen, die sich von Jesus Vergebung der Sünden schenken lassen, ist das Gericht eine gute Botschaft. Sie werden hier gerecht gesprochen und ihnen wird das ewige Leben zuteil. Für diejenigen, die sich gegen Gott stellen, ist das Gericht eine Bedrohung, denn sie werden dort für ihr Tun zur Rechenschaft gezogen.


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Alternative Formulierungen der Frage

  • Warum ist das Evangelium eine gute Botschaft?
  • Inwiefern ist das Evangelium eine frohe Botschaft?
  • Warum richtet Gott die Menschen?
  • Wie kann ein liebender Gott Gericht üben?
  • Wie passen das Evangelium und das Gericht Gottes zusammen?
  • Wie passt das Gericht Gottes zum Evangelium?
  • Wie passt Gericht zur Liebe Gottes?
  • Ist das Gericht Gottes auch ein Teil des Evangeliums?
  • Müssen auch Gläubige vor dem Gericht Gottes erscheinen?
  • Kommen auch gläubige Menschen ins Gericht?
  • Werden auch Gläubige gerichtet?
  • Ist das Evangelium eine Drohbotschaft?
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